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Alter Friedhof am Lohtor

Sonntag, 06. Mai 2012

Der alte Friedhof mit parkähnlichem Charakter mitten in der City von Recklinhausen ist so etwas wie ein Lesebuch der Stadtgeschichte. Man sollte die Infotafel des Vereins für Orts-und Heimatkunde Recklinghausen, die dieser 2003 auf dem Friedhof errichten ließ, unbedingt lesen. (direkt zur Fotostrecke)

Von 1809 bis 1927 haben auf diesem Begräbnisplatz der katholischen Petrus-Pfarre Tausende Recklinghäuser Bürger ihre letzte Ruhe gefunden. Sie überliefern ein wichtiges Stück der Sozialgeschichte von Recklinghausen.

Bis zur Errichtung des Nordfriedhofs 1907 wurden hier, vor dem Lohtor nahezu alle Persönlichkeiten bestattet, die Recklinghausenim 19. Jahrhunder groß gemacht haben. Dazu zählen nicht nur die auf den Grabmälern als solche ausgewiesene Ehrenbürger, Geistliche, Bürgermeister und Gymnasiallehrer, dazu gehören vor allem auch Spitzen aus Wirtschaft und Verwaltung, Fabrikanten, Unternehmer, Geschäftsleute, die die ärmliche Ackerbürgerstadt innerhalb weniger Jahrzehnte in einen prosperierenden Industrie-und Behördenstandort verwandelten.

Neben königlich preußischen Beamten liegen hier mit Georg Christoph Landschütz, ein herzoglich-arenbergischer Hofbeamter, der Arzt und Journalist Dr. Franz Schneider, ein engagierter Demokrat der Revolution von 1848, der vom Kulturkampf betroffene Pfarrer und Landdechant Bernhard Theissing oder die Stifterin des nach ihr benannten Altenheims, Eugenie Schipper. (direkt zur Fotostrecke)

Quelle: Tafel des Vereins für Orts-und Heimatkunde Recklinghausen

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