Donnerstag, 16. Februar 2012
Ab Donnerstag (16.2.) will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Duisburg den Rhein-Herne- und den Wesel-Datteln-Kanal wieder für die Schifffahrt freigeben. Die zwischenzeitlich erwogene Sperrung bis zum Wochenende ist wegen des Tauwetters wieder vom Tisch. „Wir sind guter Hoffnung“ sieht Dirk Radermacher von der WSV der gegenwärtigen Situation entgegen. „Wir werden voraussichtlich zur Frühschicht der Schleusen um 6 Uhr die Kanäle wieder öffnen können,“ sagte er am Mittwoch.
Ab Donnerstag (16.2.) will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Duisburg den Rhein-Herne- und den Wesel-Datteln-Kanal wieder für die Schifffahrt freigeben. Die zwischenzeitlich erwogene Sperrung bis zum Wochenende ist wegen des Tauwetters wieder vom Tisch. „Wir sind guter Hoffnung“ sieht Dirk Radermacher von der WSV der gegenwärtigen Situation entgegen. „Wir werden voraussichtlich zur Frühschicht der Schleusen um 6 Uhr die Kanäle wieder öffnen können,“ sagte er am Mittwoch.
Derzeit werden alle Schleusen überprüft und Testläufen unterzogen. Schäden durch das Eis wurden bislang nicht festgestellt. Seit dem 10. Februar waren beide Kanäle gesperrt, denn sowohl für Schiffe als auch für die Schleusen war die Gefahr zu groß, zu Schaden zu kommen. Angesichts der Eisdecke von ca. 20 bis 35 cm vor allem in den Ufer- und Böschungsbereichen war ein geregelter Verkehr für die Schifffahrt nicht möglich. Beim Begegnungsverkehr konnte die WSV nicht ausschließen, dass sich Schiffe berühren, weil zu starke Eisbildung im Uferbereich ein Ausweichen unmöglich macht. Zusätzlich waren die Schleusenkammern beidseitig mit einem 30 bis 40 cm starken Eispanzer belegt. Auch an den Schleusentoren hatte sich eine dicke Eisschicht gebildet, die ein Bewegen der Tore unmöglich machte.
Seit Dienstag sind auf beiden Kanälen bis zur Schleuse Herne-Ost Eisbrecher unterwegs, um das Eis in der Fahrrinne aufzubrechen. Die WSV verfügt mit den Multifunktionsschiffen Lippe vom Standort Rheine und der Ruhr aus Köln über zwei eigene Fahrzeuge, deren verstärkter Bug und der starke Motor freie Bahn schaffen. Zusätzlich wurde der Spezialschlepper Rysum der Elsflether Schlepp- und Bugsier Aktiengesellschaft (ESBAG) angemietet. Er hielt bereits seit vergangener Woche die Kanäle eisfrei.
Seit Freitag war auch der Umschlag im Recklinghäuser Stadthafen eingestellt. Dort wird Getreide für Mills United entladen, die in ihrem Mühlenbetrieb am Kanal Mehl herstellen. Um Produktionsenpässen zu entgehen, hatte das Unternehmen auf eine Weizen-Anlieferung mit Lkw umgestellt.
Text und Fotos: Stefan Kuhn
