72 Jahre Lehrtätigkeit mit Herzblut

Verabschiedung von Brigitte Larsen-Bartkiewicz und Beate Fritsche.Foto: LWLBrigitte Larsen-Bartkiewicz und Beate Fritsche.

Marl-Sinsen (lwl). Rektorin Beate Fritsche und Konrektorin Brigitte Larsen-Bartkiewicz verabschieden und treten in den wohlverdienten Ruhestand. Die beiden Lehrerinnen der LWL-Schule in der Haard-Schule für Kranke auf dem Gelände der Marler Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben zusammen 72 Jahr an der Schule unterrichtet. Zum Festakt erschienen neben den Kollegen der Schule und der LWL-Haardklinik, Vertreter der Krankenhaus- und Förderschulen des westlichen Vest-Recklinghausen sowie der Leitende Regierungsschuldirektor Uwe Eisenberg aus Münster.

Verabschiedung von Brigitte Larsen-Bartkiewicz und Beate Fritsche.Foto: LWLVv.l. Peter Eltrop, Beate Fritsche, Brigitte Larsen-Bartkiewicz,Uwe Eisenberg, Horst Voyé ehemaliger Schuldirektor der Schule.

Eine Schule zu leiten, deren Schülerschaft aus Patienten mit psychischen Erkrankungen bestehe sei eine Herausforderung gewesen, der sie sich gerne gestellt hätten, waren die beiden „Lehrerinnen aus Leidenschaft“ sich beim Festakt einig. „Wir unterrichten diese Jungen und Mädchen während sie eine schwere Zeit in ihrem Leben durchmachen“, sagte Beate Fritsche (34 Dienstjahre), „das heißt für uns, wir helfen mit, diese jungen Menschen wieder fit zu machen und ihnen neues Selbstvertrauen zu geben“. Und doch dürfe man sich nicht zu eng an die Patienten binden, ergänzte Brigitte Larsen-Bartkiewicz (38 Jahre im Dienst der Haard-Schule). Das Ziel sei, die Schüler wieder in ihr soziales Umfeld zu entlassen oder einen neuen Lernort für sie zu finden. Dieser Spagat zwischen Distanz und Nähe sei schwierig und nicht für jeden Pädagogen aushaltbar. Deshalb habe auch mancher Kollege und manche Kollegin die Schule auf eigenen Wunsch wieder verlassen.

Verabschiedung von Brigitte Larsen-Bartkiewicz und Beate Fritsche.Foto: LWLVerabschiedung von Brigitte Larsen-Bartkiewicz und Beate Fritsche.

Auf die Herausforderung durch eine sich stetig wandelnde Schülerschaft wies auch Peter Eltrop, Kaufmännischer Direktor der Haardklinik hin: „Diese Entwicklung geht einher mit dem Wandel in der Zusammensetzung unserer Patienten, die mit anderen Diagnosen behandelt werden als es noch in den 60er- und Anfang der 70er Jahre der Fall war. Früher wurden hier vornehmlich Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf unterrichtet, heute sind es immer mehr Schüler der anderen Schulformen bis hin zur gymnasialen Oberstufe.“

Für die enge und fruchtbare Zusammenarbeit bedankte sich Dr. Claus-Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Marl-Sinsen bei den beiden Pädagoginnen. Er betonte: „ Die Schule für Kranke ist ein wichtiger Baustein in der Therapie unserer jungen Patienten. Hier können sie Wissenslücken durch ihren Aufenthalt vorbeugen und manche Patienten erleben in der LWL-Haard-Schule nach langer Abstinenz erstmals wieder ein geregeltes Schulleben und Freude am Lernen.“

Die Verabschiedungsurkunden erhielten Beate Fritsche und Brigitte Larsen-Bartkiewicz aus den Händen des Leitenden Regierungsschuldirektors Uwe Eisenberg.

Quelle: Pressedienst LWL-Kliniken 24. Juni 2015, 11:15 Uhr

Liebe Leser von hallorecklinghausen,

wir - die Redaktion von halloherne, halloherten und hallorecklinghausen - stellen unsere Arbeit für das Portal hallorecklinghausen ein. Vorerst.
Derzeit arbeiten wir an einem neuen Konzept für lokale Nachrichtenportale, das zunächst auf halloherne verwirklicht wird. Auf dieses Ziel konzentrieren wir jetzt alle Kräfte. Sobald das in Herne funktioniert, kommen wir zurück nach Recklinghausen.

weiter auf hallorecklinghausen... weiter zu halloherne...